- Aṅguttara Nikāya 3.118Nummerierte Lehrreden 3.118
- 12. Āpāyikavagga12. Das Kapitel über das Bestimmtsein für einen verlorenen Ort
ApaṇṇakasuttaUnfehlbare Würfel
“Tisso imā, bhikkhave, vipattiyo.
imā → Ph. imā kho. (pts note)„Mönche und Nonnen, es gibt drei Fehltritte.
Katamā tisso?Welche drei?
Sīlavipatti, cittavipatti, diṭṭhivipatti.Einen Fehltritt in der Tugend, im Geist und in der Ansicht.
Katamā ca, bhikkhave, sīlavipatti?Und was ist ein Fehltritt in der Tugend? Idha, bhikkhave, ekacco pāṇātipātī hoti …pe… samphappalāpī hoti.Da tötet jemand lebende Geschöpfe, stiehlt, begeht sexuelle Verfehlungen und gebraucht unwahre, entzweiende, harte oder unsinnige Rede. Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sīlavipatti.Das nennt man einen Fehltritt in der Tugend.
Katamā ca, bhikkhave, cittavipatti?Und was ist ein Fehltritt im Geist?
Idha, bhikkhave, ekacco abhijjhālu hoti byāpannacitto.
byāpannacitto → vyāpannacitto hoti (bj, sya-all)Da ist jemand begehrlich und böswillig.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, cittavipatti.Das nennt man einen Fehltritt im Geist.
Katamā ca, bhikkhave, diṭṭhivipatti?Und was ist ein Fehltritt in der Ansicht?
Idha, bhikkhave, ekacco micchādiṭṭhiko hoti viparītadassano:Da hat jemand eine falsche Ansicht und einen verzerrten Blickwinkel, wie etwa:
‘natthi dinnaṁ, natthi yiṭṭhaṁ …pe… ye imañca lokaṁ parañca lokaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedentī’ti.
pavedentīti → pavedenti (bj)‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt nicht diese und jene Welt. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der diese und jene Welt erklärt, nachdem er sie durch eigene Einsicht erkannt hat.‘
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, diṭṭhivipatti.Das nennt man einen Fehltritt in der Ansicht.
Sīlavipattihetu vā, bhikkhave …pe… diṭṭhivipattihetu vā, bhikkhave, sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapajjanti.Manche Lebewesen werden, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wegen eines Fehltritts in der Tugend, im Geist oder in der Ansicht an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.
Seyyathāpi, bhikkhave, apaṇṇako maṇi uddhaṁ khitto yena yeneva patiṭṭhāti suppatiṭṭhitaṁyeva patiṭṭhāti;Wie wenn man mit unfehlbaren Würfeln spielt: Sie fallen immer mit der richtigen Seite nach oben.
evamevaṁ kho, bhikkhave, sīlavipattihetu vā sattā …pe… upapajjanti.Ebenso werden manche Lebewesen, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wegen eines Fehltritts in der Tugend, im Geist oder in der Ansicht an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.
Imā kho, bhikkhave, tisso vipattiyoti.Das sind die drei Fehltritte.
Tisso imā, bhikkhave, sampadā.Es gibt drei Arten der Vervollkommnung. Katamā tisso?Welche drei? Sīlasampadā, cittasampadā, diṭṭhisampadā.Die Vervollkommnung der Tugend, des Geistes und der Ansicht.
Katamā ca, bhikkhave, sīlasampadā?Und was ist die Vervollkommnung der Tugend? Idha, bhikkhave, ekacco pāṇātipātā paṭivirato hoti …pe…Da tötet jemand keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht, begeht keine sexuellen Verfehlungen und gebraucht keine unwahre, entzweiende, harte oder unsinnige Rede. ayaṁ vuccati, bhikkhave, sīlasampadā.Das nennt man die Vervollkommnung der Tugend.
Katamā ca, bhikkhave, cittasampadā?Und was ist die Vervollkommnung des Geistes?
Idha, bhikkhave, ekacco anabhijjhālu hoti abyāpannacitto.
abyāpannacitto → avyāpannacitto hoti (bj, sya-all)Da ist jemand zufrieden und gütig.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, cittasampadā.Das nennt man die Vervollkommnung des Geistes.
Katamā ca, bhikkhave, diṭṭhisampadā?Und was ist die Vervollkommnung der Ansicht?
Idha, bhikkhave, ekacco sammādiṭṭhiko hoti aviparītadassano:Da hat jemand rechte Ansicht und einen unverfälschten Blickwinkel, wie etwa:
‘atthi dinnaṁ, atthi yiṭṭhaṁ …pe… ye imañca lokaṁ parañca lokaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedentī’ti.
pavedentīti → pavedenti (bj)‚Geben, Opfer und Spenden sind sinnvoll. Es gibt eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt diese und jene Welt. Es gibt so etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden. Und es gibt Asketen und Brahmanen, die sich richtig benehmen, richtig üben, die diese und jene Welt erklären, nachdem sie sie durch eigene Einsicht erkannt haben.‘
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, diṭṭhisampadā.Das nennt man die Vervollkommnung der Ansicht.
Sīlasampadāhetu vā, bhikkhave, sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjanti. Cittasampadāhetu vā …pe… diṭṭhisampadāhetu vā, bhikkhave, sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjanti.Manche Lebewesen werden, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wegen der Vervollkommnung der Tugend, des Geistes oder der Ansicht an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.
Seyyathāpi, bhikkhave, apaṇṇako maṇi uddhaṁ khitto yena yeneva patiṭṭhāti suppatiṭṭhitaṁyeva patiṭṭhāti;Wie wenn man mit unfehlbaren Würfeln spielt: Sie fallen immer mit der richtigen Seite nach oben.
evamevaṁ kho, bhikkhave, sīlasampadāhetu vā sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjanti, cittasampadāhetu vā sattā …pe… diṭṭhisampadāhetu vā sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjanti.
sattā → (bj)Ebenso werden manche Lebewesen, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wegen der Vervollkommnung der Tugend, des Geistes oder der Ansicht an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.
Imā kho, bhikkhave, tisso sampadā”ti.
sampadāti chaṭṭhaṁ → sampadā ti (pts)Das sind die drei Arten der Vervollkommnung.“