- CariyāpiṭakaKorb des Verhaltens 10
- AkittivaggaDas Kapitel mit Akitti
- Dānapāramī 10Die Vollkommenheit des Gebens (10)
SasapaṇḍitacariyaDas Verhalten des klugen Hasen
“Punāparaṁ yadā homi, sasako pavanacārako;„Und wiederum, als ich ein Hase war, der den Wald durchstreifte, Tiṇapaṇṇasākaphalabhakkho, paraheṭhanavivajjito.während er Gras, Blätter, Kräuter und Früchte fraß, der keinem anderen ein Leid antat,
Makkaṭo ca siṅgālo ca, suttapoto cahaṁ tadā;da lebten ein Affe, ein Schakal, ein junger Fischotter und ich Vasāma ekasāmantā, sāyaṁ pāto ca dissare.
sāyaṁ pāto ca dissare → sāyaṁ pāto padissare (pts-vp-pli1-2, mr)in Nachbarschaft und wurden morgens und abends zusammen gesehen.Ahaṁ te anusāsāmi, kiriye kalyāṇapāpake;Ich beriet sie im Hinblick auf gute und schlechte Taten: ‘Pāpāni parivajjetha, kalyāṇe abhinivissatha’.‚Scheut schlechte Taten und haltet euch an das Gute.‘
Uposathamhi divase, candaṁ disvāna pūritaṁ;Als ich am Besinnungstag den Vollmond sah, Etesaṁ tattha ācikkhiṁ, ‘divaso ajjuposatho.wies ich sie darauf hin: ‚Heute ist der Besinnungstag.
Dānāni paṭiyādetha, dakkhiṇeyyassa dātave;Bereitet Spenden vor für jemanden, der spendenwürdig ist. Datvā dānaṁ dakkhiṇeyye, upavassathuposathaṁ’.Wenn ihr jemandem gespendet habt, der spendenwürdig ist, haltet den Besinnungstag ein.‘
Te me sādhūti vatvāna, yathāsatti yathābalaṁ;Sie sagten zu mir: ‚Gut!‘ und bereiteten Spenden vor Dānāni paṭiyādetvā, dakkhiṇeyyaṁ gavesisuṁ.
gavesisuṁ → gavesiyuṁ (si); gavesiṁsuṁ (pts-vp-pli1); gavesayyuṁ (mr)nach ihren Fähigkeiten und Mitteln und suchten nach jemandem, der spendenwürdig war.Ahaṁ nisajja cintesiṁ, dānaṁ dakkhiṇanucchavaṁ;Als ich da saß, dachte ich darüber nach, welche Spende einem Spendenwürdigen angemessen wäre: ‘Yadihaṁ labhe dakkhiṇeyyaṁ, kiṁ me dānaṁ bhavissati.‚Wenn ich einen würdigen Empfänger fände, welche Gabe würde ich geben?
Na me atthi tilā muggā, māsā vā taṇḍulā ghataṁ;Ich habe weder Sesam noch Mungobohnen, keine Bohnen noch Reis oder Ghee. Ahaṁ tiṇena yāpemi, na sakkā tiṇa dātave.Ich fresse nur Gras, aber das ist nichts, das ich geben kann.
Yadi koci eti dakkhiṇeyyo, bhikkhāya mama santike;Wenn jemand kommt, der spendenwürdig ist und in meiner Gegenwart um Almosen bittet, Dajjāhaṁ sakamattānaṁ, na so tuccho gamissati’.werde ich mein eigenes Selbst geben: er soll nicht mit leeren Händen weggehen.‘
Mama saṅkappamaññāya, sakko brāhmaṇavaṇṇinā;Sakka, der meine Gedanken erkannte, begab sich in Gestalt eines Brahmanen Āsayaṁ me upāgacchi, dānavīmaṁsanāya me.zu meinem Bau, um meine Großzügigkeit auf die Probe zu stellen.
Tamahaṁ disvāna santuṭṭho, idaṁ vacanamabraviṁ;Als ich ihn sah, war ich freudig bewegt und sagte Folgendes: ‘Sādhu khosi anuppatto, ghāsahetu mamantike.‚Es ist gut, dass du auf der Suche nach Essen zu mir gekommen bist.
Adinnapubbaṁ dānavaraṁ, ajja dassāmi te ahaṁ;Heute werde ich dir eine erlesene Spende geben, die nie zuvor gegeben wurde. Tuvaṁ sīlaguṇūpeto, ayuttaṁ te paraheṭhanaṁ.Du bist mit Tugend ausgestattet, hängst nicht am Verletzen anderer.
Ehi aggiṁ padīpehi, nānākaṭṭhe samānaya;Komm, sammle verschiedene Zweige und zünde ein Feuer an. Ahaṁ pacissamattānaṁ, pakkaṁ tvaṁ bhakkhayissasi’.Ich werde mich selbst kochen, du sollst mich gebraten essen.‘
‘Sādhū’ti so haṭṭhamano, nānākaṭṭhe samānayi;‚Gut!‘, sagte er glücklich und sammelte verschiedene Zweige. Mahantaṁ akāsi citakaṁ, katvā aṅgāragabbhakaṁ.Er baute einen großen Scheiterhaufen und legte ein Stück Glut in die Nische.
Aggiṁ tattha padīpesi, yathā so khippaṁ mahā bhave;Er entfachte ein solches Feuer, das rasch groß wurde. Phoṭetvā rajagate gatte, ekamantaṁ upāvisiṁ.Ich schüttelte meine staubigen Glieder und zog mich zu einer Seite zurück.
Yadā mahākaṭṭhapuñjo, āditto dhamadhamāyati;
dhamadhamāyati → dhumadhumāyati (bj); dhūmam-āyati (pts-vp-pli1); dhamamāyati (mr)Als der große Haufen Zweige brannte und loderte, Taduppatitvā papatiṁ, majjhe jālasikhantare.sprang ich auf und fiel darauf, inmitten der feurigen Flammen.Yathā sītodakaṁ nāma, paviṭṭhaṁ yassa kassaci;Wie Eintauchen in kühles Wasser, Sameti darathapariḷāhaṁ, assādaṁ deti pīti ca.das Bedrängnis und Fieber lindert und Befriedigung und Freude bringt:
Tatheva jalitaṁ aggiṁ, paviṭṭhassa mamaṁ tadā;So war es, als ich in die brennende Flamme kam. Sabbaṁ sameti darathaṁ, yathā sītodakaṁ viya.Sie linderte Bedrängnis und Fieber, gerade wie kühles Wasser.
Chaviṁ cammaṁ maṁsaṁ nhāruṁ, aṭṭhiṁ hadayabandhanaṁ;Äußere und innere Haut, Fleisch und Sehnen, knochen und Herz samt Bändern: Kevalaṁ sakalaṁ kāyaṁ, brāhmaṇassa adāsahan”ti.Meinen gesamten ganzen Körper gab ich dem Brahmanen.“
Akittibrāhmaṇo saṅkho, kururājā dhanañcayo; Mahāsudassano rājā, mahāgovindabrāhmaṇo.
Nimi candakumāro ca, sivi vessantaro saso; Ahameva tadā āsiṁ, yo te dānavare adā.
Ete dānaparikkhārā, ete dānassa pāramī; Jīvitaṁ yācake datvā, imaṁ pārami pūrayiṁ.
Bhikkhāya upagataṁ disvā, sakattānaṁ pariccajiṁ; Dānena me samo natthi, esā me dānapāramīti.
Dānapāraminiddeso niṭṭhito.
Dānapāraminiddeso niṭṭhito → dānapāramitā niṭṭhitā (bj)